V wie Vendetta von Alan Moore und David Lloyd

V wie Vendetta von Alan Moore und David LloydV wie Vendetta von Alan Moore und David Lloyd

„Remember, remember the 5th of November …“. Das ist der Beginn eines englischen Kinderreimes, der an den Gunpowder Plot vom 05. November 1605 erinnert: Guy Fawkes, der als überzeugter Katholik die Verfolgung seiner Glaubensbrüder anprangern wollte, hatte in den Kellergewölben unterhalb des Westminster Palastes mehr als zwei Tonnen Schwarzpulver deponiert, mit dem er das englische Parlament in die Luft sprengen wollte. Zwar wurde der Anschlag vereitelt und sowohl Fawkes als auch seine Mitverschwörer gefasst und hingerichtet. Doch noch heute wird in vielen englischen Städten jedes Jahr am 05. November in der sogenannten Bonfire Night an dieses Ereignis gedacht, indem bei Straßenumzügen Feuerwerkskörper entzündet und Guy Fawkes Puppen verbrannt werden.
Was das alles mit Comicromanen zu tun hat? Nun, in diesem Beitrag geht es um V wie Vendetta, und der Held dieses Comics versteckt seine Identität hinter einer Guy Fawkes Maske.

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Ghost World von Daniel Clowes

Ghost World von Daniel ClowesGhost World von Daniel Clowes

Um es gleich vorweg zu nehmen: Die Lektüre von Ghost World hat mich ein wenig ratlos zurückgelassen. Zwar bin ich nicht wirklich enttäuscht – dafür gab es zu viele Aspekte an dem Comicroman, die mir gut gefallen haben. Aber der von Kritikern häufig gezogene Vergleich zu Der Fänger im RoggenLink zu J. D. Salingers Buch Der Fänger im Roggen auf Amazon hat meine Erwartungshaltung anscheinend dermaßen in die Höhe geschraubt, dass sie letztendlich wohl nicht mehr erfüllt werden konnte.
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Die vollständige Maus von Art Spiegelman

Die vollständige Maus von Art SpiegelmanDie vollständige Maus von Art Spiegelman

Die vollständige Maus gilt nicht nur unter Comicfans als Meilenstein in der Geschichte der Graphic Novels und als Beleg dafür, dass diese Gattung längst ihren (Superhelden-) Kinderschuhen entwachsen ist und als ernstzunehmende Kunstform wahrgenommen zu werden hat. Nicht umsonst hat der Autor und Zeichner Art Spiegelman 1992 den Pulitzer-Preis für diese Leistung erhalten.

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Watchmen von Alan Moore und Dave Gibbons

Watchmen von Alan Moore und Dave GibbonsWatchmen von Alan Moore und Dave Gibbons

So, hier ist er nun, mein erster offizieller Blog-Beitrag! Und beginnen möchte ich mit einem wahren Klassiker der Comicgeschichte …

Während Frank Miller Anfang 1986 mit der Veröffentlichung von Batman: Die Rückkehr des dunklen RittersLink zu Frank Millers Batman: Die Rückkehr des dunklen Ritters auf Amazon die Superhelden-Comics aus der Kinder- und Trashecke zerrte, machten sich Alan Moore und Dave Gibbons mit Watchmen noch im selben Jahr dazu auf, dieses Genre gleich wieder zu dekonstruieren. Zwar kreisen die zentralen Fragen von Watchmen erst einmal ganz Superhelden-Comic-gemäß um das Thema Macht: Was bedeutet es für die Menschheit, wenn Macht in die Hände einiger weniger gelegt wird? Wer kontrolliert die moralische Vertretbarkeit der Entscheidungen, die diese wenigen treffen? Und natürlich auch: Wer kann und darf überhaupt beurteilen, was moralisch ist und was nicht? Die Antworten auf diese Fragen fallen dabei allerdings alles andere als genretypisch aus.

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